18.09.2018

"Grande Dame" verlässt die Bühne der Gemeinderatspolitik

"Grande Dame" verlässt die Bühne der GemeinderatspolitikBild: SPD - Graben-Neudorf

"Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich", zitierte Christian Eheim den deutschen Soziologen Max Weber und bescheinigte Heidi Vedder schmunzelnd: "Ihr Markenzeichen ist ein langer Atem beim Bohren".

Sichtlich gerührt nahm Besagte von ihrem angestammten Platz, links von Sitznachbarn Thomas Laubner, den Dank des Bürgermeisters für ihre Verdienste um Graben-Neudorf entgegen. Zuvor entsprach der Gemeinderat in der Sitzung am 10. September Vedders Antrag auf Ausscheiden aus dem Gremium einstimmig.

Nach 24 Jahren verließ die "Grande Dame", wie Bürgermeister Eheim Heidi Vedder treffend bezeichnete, die Bühne der Kommunalpolitik. 1994 betrat sie diese erstmals mit der aus dem Stand gewonnenen Gemeinderatswahl. "Ich bin stolz darauf, dass ich damals deine Zusage für die Kandidatur bekam", freute sich Wolfgang Bauer, Fraktionsvorsitzender der SPD, in seiner Laudatio. "Du hast diesen ehrenamtlichen Job immer mit Verstand und viel Liebe für die Menschen getan", erinnerte er. Der Ausbau der Kinderbetreuung, Hilfe für Senioren und das Bemühen, anderen die deutsche Sprache nahe zu bringen bildeten nur einen kleinen Teil der Verdienste von Heidi Vedder für Graben-Neudorf ab, so Bauer.

Als Anerkennung dafür verlieh ihr Bürgermeister Eheim im Auftrag des Gemeinderats die "Große Ehrennadel in Gold".

Die SPD Graben-Neudorf hält es mit dem wunderbaren Liedtext von Trude Herr: "Niemals geht man so ganz, irgendwas von Dir bleibt hier..." Tausend Dank, Heidi, und: Wir sehen uns!